Elisabeth (Lisbeth) Lacher wurde 1907 in München geboren und wuchs dort in einer katholischen linksliberalen Familie auf. Über Wasser hielt sie sich durch diverse “Notberufe”, bis endlich das Studium an der Münchner Akademie möglich wurde. Dort begegnete sie dem Bildhauer Karl Knappe. Durch Auftragsarbeiten und Mitarbeit an der Mayerschen Hofkunstanstalt, entstand eine enge Affinität zum Arbeiten mit  farbigen Steinen und bunten Gläsern. Sie betrieb schließlich eine eigene Mosaik-Werkstatt. Jahrelang setzte sie für und mit Knappe Mosaiken und schuf eigene Entwürfe in Mosaik und Glas. Sie erhielt zahlreiche Aufträge - kor allem von Kirchen in Nordrhein-Westfalen. In Köln entstand beispielsweise für die Krypta von St. Gereon ein Krippenbild in der Krypta, in St. Marien in Detmold ein großes Steinmosaik auf der Altarwand, in Roetgen-Rott bei Aachen ein Glasfenster im Chor. Anfang der 1960er Jahre rückte die Malerei in den Vordergrund. Politischen Geschehnisse schlugen sich in apokalyptischen Bildinhalten nieder.  Es entstanden lange Bildreihen (Insektenbilder, Narrenbilder, Roboterbilder). Experimente mit Bildformaten und ungewöhnlichen Maltechniken (Dispersion auf Bitumenbahnen) eröffnen neue Horizonte. Ausstellungen, wie ihre Retrospektive 1987 in Bochum, bleiben meist auf das Rheinland beschränkt.   Die Arbeiten von Elisabeth Lacher und Georg Hoffmann können nach Absprache besichtigt werden.
Paul
Lisbeth Lacher
Archiv in Wengen
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